Hans-Kilian-Studierendenkolleg

 

Das Studierendenkolleg dient dem selbstbestimmten wissenschaftlichen Austausch ausgewählter „Deutschlandstipendiat*innen“. Für weitere Informationen zu den Deutsch-landstipendien besuchen Sie bitte die offizielle Deutschland-Stipendien-Seite der RUB.

In Kooperation mit der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum vergibt die Köhler-Stiftung seit dem Wintersemester 2011/12 jährlich Deutschlandstipendien, deren Anzahl im Sommersemester 2014 von 2 auf 4 erhöht wurde, an exzellente Masterstudent*innen. Die Kandidatinnen und Kandidaten sollten ihren Interessen-schwerpunkt im Bereich der sozial- und kulturwissenschaftlichen Psychologie haben und sich auch durch nachweisbares gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Die erfolgreichen Bewerber und Bewerberinnen werden in das Studierenden-Kolleg aufgenommen.

Das Kolleg wurde im Wintersemester 2013/2014 gegründet und ist ab August 2014 Bestandteil des Hans Kilian und Lotte Köhler Centrums (KKC) für sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie.

Das interdisziplinäre Studierendenkolleg bietet insbesondere Studierenden der Sozialwissenschaft mit einem Schwerpunkt im Bereich der Kultur- und Sozialpsychologie (einschließlich der psychoanalytischen Sozialforschung und Kulturanalyse) Studien- und Forschungsanreize. Es ist eng mit dem Masterstudiengang „Kultur und Person“ verknüpft. Es ist außerdem für fachaffine Studiengänge offen und nimmt neben Stipendiat*innen des von der Köhler-Stiftung geförderten „Deutschlandstipendiums“ assoziierte Mitglieder auf.

Die Mitglieder des Studierendenkollegs erhalten gezielte Einzelförderungen wie auch die Möglichkeit, kooperativ Veranstaltungen zu planen und durchzuführen. Dabei ist das Prinzip selbstbestimmten studentischen Lehrens und Lernens maßgeblich. Das Studierendenkolleg verfügt neben den Individualstipendien über einen Jahresetat, den die Kollegiat*innen selbständig für Forschungs- und Studienreisen im In- und Ausland, Einladungen von Gastwissenschaftlern und Veranstaltungen aller Art (Workshops, Symposien) einsetzen.

Das Kolleg bietet den Stipendiat*innen die Möglichkeit, autonome Initiativen und Projekte zu starten oder auszubauen. Es bildet eine Plattform für die Vernetzung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen verschiedener Fachrichtungen und unterstützt mit seinen Aktivitäten eine frühzeitige Qualifizierung wissenschaftlichen Nachwuchses.

 

 

Aktuelle Stipendiat*innen:

 

Janina Drewes
Janina Drewes ist Studentin im Studienprogramm „Kultur und Person“ des Masterstudiengangs Sozialwissenschaft. Sie absolvierte bereits ihren Bachelor mit der Fächerkombination KIG und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. In ihrer anwendungsorientierten Bachelorarbeit beschäftigte sie sich mit interkulturellen Beziehungen zwischen Ärzt*innen bzw. Psychotherapeut*innen und ihren Patient*innen. Dazu führte sie qualitative Interviews und verband linguistische mit sozialwissenschaftlichen Perspektiven. Während ihres Bachelors unterstützte sie Dr. Nicolas Potysch und die DFG-Forschergruppe 2288 Journalliteratur als Hilfskraft bei der Organisation internationaler Tagungen. Neben dem Studium engagierte sie sich unter anderem als Lektorin und half bei der Hausaufgabenbetreuung der Flüchtlingshilfe Sprockhövel. Zudem sammelte sie vielfältige journalistische Erfahrungen in Südengland, als freie Mitarbeiterin der WAZ und als Praktikantin beim Bochumer Hochschulsender CT das radio. Seit kurzem widmet sie sich auf ihrem YouTube-Kanal SoWiSo sozialwissenschaftlichen Diskursen und klärt über gesellschaftsrelevante Themen wie beispielsweise Rassismus in der Intelligenzforschung auf.
 


Helena Gellert
Helena Gellert studierte im Bachelor Soziale Arbeit an der Universität Duisburg-Essen und schloss diesen mit der Bachelorarbeit zum Thema „Räumliche Aneignung durch Kunst in der Öffentlichkeit“ ab. In diesem Rahmen engagierte sie sich viele Jahre im Stadtteilzentrum „Storp9“ in Essen und führte Stadtteilprojekte zu Kunst im öffentlichen Raum durch. Im Anschluss an das Bachelorstudium gewann sie durch ihre mehrjährige Arbeit im Jugendamt Hamburg Einblicke in diverse Lebenswelten. Hier führte sie u.a. Erhebungen über sozialpädagogische Hilfebedarfe im Stadtteil durch. Gegenwärtig studiert sie den Masterstudiengang Sozialwissenschaften im Studienprogramm Kultur und Person an der Ruhr-Universität Bochum. Im Anschluss an ihre Forschungsarbeit zum Thema „Antisemitische Hate Speech im Rahmen eines belgischen Karnevals“ fokussiert Helena Gellert im Studium Praktiken der kollektiven Gewalt. Sie forscht in ihrer Masterarbeit zu individuellem Handeln in kollektiven Gewaltverhältnissen im Rahmen von sexueller Sklaverei.
Helena Gellert arbeitete zuletzt für die Politische Bildung Essen an der Ausarbeitung eines Konzepts zur Meinungsbildung für offene Ganztagesschulen. Sie engagiert sich im politischen Kontext für ein nachhaltiges, antirassistisches und feministisches Miteinander.
 


Nadine Egelhof
Nadine Egelhof studiert im sozialwissenschaftlichen Masterprogramm „Kultur und Person“ an der Ruhr-Universität Bochum. Ihren Bachelor mit Lehramtsoption absolvierte sie in den Fächern Sozialwissenschaften, Anglophone Studies und Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen und der Edge Hill University (Ormskirk, England). In ihrer englischsprachigen Bachelorarbeit untersuchte Nadine anhand einer Diskursanalyse die Instrumentalisierung des Diskurses über Isabellas sexuelle (In-)Aktivität, der zur Erhaltung der sozialen, patriarchalen Ordnung in Shakespeares Stück Measure for Measure genutzt wurde. Während ihrer bisherigen Studienzeit bildeten sich vielfältige Interessensgebiete heraus, zu denen insbesondere Kulturpsychologie, Sozialtheorie, soziale Ungleichheit, Feminismus und Gendergerechtigkeit, Gesellschaftskritik, Wissenssoziologie und feministische Wissenschaftskritik gehören.
Seit ihrer Schulzeit geht Nadine Ehrenämtern und Erwerbstätigkeiten nach. Diese umfassen u.a. die aktive Mitgliedschaft bei Amnesty International als Co-Sprecherin des Bezirks Ruhrgebiet-Mitte und der Gruppe Essen-Mitte sowie Vorstandsarbeit u.a. für den Jugendring Düsseldorf (2015–2018). Sie war jahrelang SHK der Bibliothek des KWI Essen, arbeitete als WHB am Bochumer Lehrstuhl für soziale Ungleichheit und Geschlecht, war beteiligt an der Erstellung der vom MKFFI geförderten Webseite Inter-NRW.de und ist derzeit Mitarbeiterin im vom MWIDE geförderten Projekt FACE@RUB (Female Academic Entrepreneurs at RUB).
 


Isabelle Sarther

Isabelle Sarther ist Studentin im sozialwissenschaftlichen M.A.-Studienprogramm „Kultur und Person“ und absolvierte bereits den B.A. Sozialwissenschaft mit Auszeichnung an der Ruhr- Universität Bochum. Ihr Interesse für sozial- und kulturpsychologische Perspektiven stellte sie in ihrer mit dem SOPRA e.V. Studierendenpreis 2020 ausgezeichneten Bachelorarbeit „Go and #killyourselves dairy farmers! Totalitäre Identitätskonstruktionen bei veganen Selbstbildern“ unter Beweis. Auch im weiteren Verlauf ihres Masterstudiums entschied sie sich Forschungen zum Mensch-Tier-Verhältnis, wie den Zirkus als Praktik der kollektiven Gewalt oder die Bedeutung des Care-Aspekts rund um die COVID-19 Ausbrüche in Fleischfabriken und Nerzfarmen, näher in den Blick zu nehmen. Zudem ist sie seit 2017 am Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt soziale Ungleichheiten beschäftigt und konnte durch die aktive Mitgestaltung eines Forschungsprojektes zur kulturellen Bildung in Museen ihre Begeisterung für soziologische theoretische und methodische Möglichkeiten geltend machen. Die bewusste Entscheidung für das Masterprogramm ist dabei bereits Ausdruck ihres vielfältigen kulturellen Interesses, das sie zum einen durch einen viermonatigen Auslandsaufenthalt in Ecuador und Peru, wo sie sich durch Freiwilligenarbeit in einer indigenen Schule und einem Naturschutzprojekt einsetzte, weiter bestärkte. Zum anderen absolvierte sie 2018 im Rahmen des Erasmus-Stipendiums ein Auslandssemester in Madrid, Spanien und plant im Winter 2021 ein weiteres Semester in Krakau, Polen. Außerdem engagiert sie sich seit 2019 für die Betreuung internationaler Studierender der RUB und beteiligt sich an regelmäßigen Müllsammelaktionen des Kulturvereins Umsich-t Dortmund.

 

 

Ehemalige Stipendiat*innen:
Yvonne Pajonk, Narjis Chaouch, Stefanie Raible, Frederike Bundschuh, Andreas Warneke, Anna-Katharina Döbrich, Oswald Balandis, Nadine Dannenberg, Svenja Deutschbein, Monique Kaulertz, Anike Krämer, Nadine Kwelik, Mischa Luy, Bernadette Möhlen, Rike Müller, Viktoria Niebel, Matthias Pauge, Sebastian Salzmann, Anna Schiff, Kerstin Schupp, Mary Shnayien, Katharina Steinbeck, Dilek Tepeli, Christina Thomas, Peter Vignold, Sofiya Vulfovych, Christin Wellers, Juliana Witkowski, Irina Yilmaz


 

Regelmäßige Aktivitäten
 

  •     monatliche Treffen
  •     Lesekreise
  •     Planung von Veranstaltungen
  •     Teilnahme an Workshops und Tagungen

 


 

Spezielle Veranstaltungen

 

Veranstaltung des KKC-Studierendenkollegs mit Prof. Dr. Tobias
Singelnstein am 06. Oktober:

"Perspektiven auf kollektive Gewalt. Eine interdisziplinäre Diskussion"


Das Studierendenkolleg des Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrums (KKC) lädt herzlich zur online-Veranstaltung "Perspektiven auf kollektive Gewalt: Eine interdisziplinäre Diskussion" am 06. Oktober von 15 bis 18 Uhr ein. Die Gegenstandsbereiche des Themas "Kollektive Gewalt" sind vielfältig und komplex. In dieser Panel-Diskussion konzentrieren wir uns auf die beiden Themenfelder Polizeigewalt und sexualisierte Gewalt. Ziel der Veranstaltung ist, Gewaltdefinitionen und Forschungsansätze verschiedener Disziplinen miteinander in Verbindung zu setzen und zu diskutieren. Wir freuen uns sehr, Dr. habil. Christian Gudehus (Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht an der RUB) für einen einführenden Vortrag gewonnen zu haben sowie Herrn Prof. Dr. Singelnstein (Inhaber des Lehrstuhls für Kriminologie an der RUB) und Laura Wolters (M.A., Hamburger Institut für Sozialforschung) als Redner:innen für die Themen  Polizeigewalt und sexualisierte Gewalt.

Um den Zoom-Einladungslink zu erhalten, senden Sie bitte bei Teilnahmeinteresse eine formlose Anmeldung an folgende Mailadresse: kkc@rub.de

 

Perspektiven Kollektive Gewalt
 

Unter diesem Link finden sie die Veranstaltungsankündigung auf Facebook.

 


 

 Vortragsreihe des KKC-Studierendenkollegs: Alles nur Verschwörung? Verschwörungstheorien im Blick der Sozialwissenschaften
 
Das Studierendenkolleg des KKC nimmt sich in der Vortragsreihe
"Alles nur Verschwörung? Verschwörungstheorien im Blick der Sozialwissenschaften" der Frage an, was Verschwörungstheorien sind und wie sie aus interdisziplinär-wissenschaftlicher Perspektive einzuordnen sind.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am 11.04.2019, 19 Uhr
mit einem Vortrag von Florian Hessel.

Kkc Kolleg Vortragsreihe 2019

 

Weitere Informationen können dem Abstract zur Vortragsreihe entnommen werden.

 


 

 Vortrag "Die größte List des Teufels..."  - Elemente des Verschwörungsdenkens
Florian Hessel, 11.04.2019

 

Studierendenkolleg Verschwörungstheorien Ii     Studierendenkolleg Verschwörungstheorien I     Studierendenkolleg Verschwörungstheorien Iii           

 


 

Symposium "Selbst und Identität im digitalen Wandel" (29. Juni 2018, RUB)

Programm des Symposiums

 


 

Das Studierendenkolleg trifft Martin Fuchs (1. Juni 2017) zum Autorenkolloquium

Anschließend an den HK-Vortrag von Prof. Fuchs am 31. Mai zu „Religious and Social Selves: Dimensions and Dynamics of Relationality in Indian bhakti“, stand im Autorenkolloquium erneut das Konzept des indischen bhakti im Focus, das makro-historisch und mikro-hermeneutische vertieft wurde.

 


 

Das Studierendenkolleg trifft Jaan Valsiner (29. April 2017)

Nach der Hans-Kilian-Preisverleihung am 28. April 2017 trafen sich das Hans-Kilian-Studierendenkolleg und weitere Studierende und Doktorand*innen der RUB zu einem gemeinsamen Workshop mit dem Preisträger.

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Tagung "Lust an der Spekulation. Zum 100. Jahrestag von Freuds metapsychologischen Schriften" der AG Politische Psychologie

(05. November 2016)

 

Das Studierendenkolleg trifft Jaan Valsiner (11. Februar 2016, RUB)

Während seines Kurzzeit-Fellowships im Februar 2016 stand Prof. Jaan Valsiner auch für einen Austausch mit den Mitgliedern des KKC-Studierendenkollegs zur Verfügung. Die Studierenden stellten ihre laufenden Forschungsarbeiten vor und erhielten von Jaan Valsiner nützliche Hinweise für eine stärkere Fokussierung mancher Forschungsfragen oder auch für eine veränderte Perspektive auf die Forschungsgegenstände und daraus resultierende methodologische Überlegungen.

Jaan Valsiner und das Studierendenkolleg des KKC

Jaan Valsiner und das Studierendenkolleg des KKC

 


 

Das Studierendenkolleg trifft die Hans-Kilian-Preisträgerin 2015,

Jessica R. Benjamin (23. April 2015, RUB)

 

Jessica Benjamin trifft Studierende

 


 

Symposium "Sozial- und Kulturwissenschaftliche Perspektiven der Traumaforschung" (23. Januar 2015)

Programm des Symposiums

 


 

Tagungsteilnahmen einzelner Mitglieder:

  • Jahrestagung der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie, 13. -14.12.2013, Frankfurt am Main
  • 27. Film- und Fernsehwissenschaftliches Kolloquium, 10.-12.03.2014, LMU München
  • 49. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, 21.–25.09.2014, RUB
  • Wissenschaftliches Kolloquium  des Zentrums für transdisziplinäre  Geschlechterstudien: Inter* und biopolitische Regulierung von Geschlecht im 20./21. Jahrhundert, 12.06.2014, Humboldt-Universität zu Berlin
  • EuroPSI European Network for psychosocial Studies in Intersex/DSD: EuroPSI launch meeting, 17.09.2014, London
  • 5. Jahrestagung Fachgesellschaft Gender Studies, 13.-14.02.15, Universität Bielefeld
  • Tagung der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS): Sexuelle Vielfalt. Ein Thema in der außerschulischen Jugendarbeit? 21.04.2015, Hannover
  • Gemeinsame Tagung der Gesellschaft für Kulturpsychologie und der DGPs-Fachgruppe Geschichte der Psychologie: Kulturelle Dynamik und Entwicklung der Psychologie, 10.-12.09.2015, Universität Salzburg
  • Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), 25.-28.11.2015, Berliner City Cube