Gerne möchten wir Sie auf die folgende Veranstaltung hinweisen:
Paneldiskussion „Integrative Perspektiven qualitativen Forschens – jenseits von Spezialisierung und individuellen Ansätzen“
Diskutant*innen: Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr (Universität Leipzig), Prof. Dr. Maria Pohn-Lauggas (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Anna Cornelia Reinhardt (TU Dortmund), Prof. Dr. Jürgen Straub (Ruhr-Universität Bochum); Moderation: Paul S. Ruppel (TU Dortmund/Ruhr-Universität Bochum)
11. Juni 2026, 12:15-13:45 Uhr, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (Gartensaal), Goethestr. 31, 45128 Essen und via Zoom.
Die Paneldiskussion findet als öffentlicher Abschluss der 10. Meisterklasse Qualitative Methoden der Sozialforschung und Kulturanalyse statt.
Weitere Informationen finden sich auf dem Flyer. Direkt zur Anmeldung geht es hier.
Anlässlich seines Abschieds von der Ruhr-Universität Bochum Ende Juli 2026 veranstaltet Prof. Dr. Jürgen Straub am nächsten Freitag und Samstag ein zweitägiges Symposium, zu dem wir Sie herzlich einladen möchten:
Zu guter Letzt ein Symposium: Interdisziplinäre Kulturpsychologie.
Zum Abschied von Prof. Dr. Jürgen Straub vom Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie in der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum
Freitag, 12. Juni und Samstag, 13. Juni 2026 | Blue Square (1. OG), Kortumstr. 90, 44787 Bochum
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Programm finden Sie auf dem Ankündigungsplakat. Zur Anmeldung geht es hier.
Am 11. September 2025 wurde im Rahmen der Tagung „Psychologie und Politik" in Berlin zum sechsten Mal der Ernst E. Boesch-Preis für verdienstvolle Leistungen in der Kulturpsychologie verliehen. Die Laudatio auf die Hauptpreisträgerin, Prof. Dr. Carolin (Universität Aalborg), hielt Prof. Dr. Meike Watzlawik von der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin; der Nachwuchspreisträger, Dr. Celestin Mutuyimana (Universität Zürich), wurde von Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker, ebenfalls von der Universität Zürich, gewürdigt. Die feierliche Preisverleihung übernahm Dr. Pradeep Chakkarath, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Kulturpsychologie(GK) und Co-Direktor des Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrums (KKC), das den Preis gemeinsam mit der GK vergibt.
Am 19. August 2025 wäre Dr. Lotte Köhler 100 Jahre alt geworden. Die am 19. August 1925 in Darmstadt Geborene verstarb am 1. Januar 2022 nach einem bewegten und erfüllten Leben als Unternehmerin, Psychoanalytikerin, Wissenschaftlerin und Stifterin. Der 1987 genehmigten Köhler-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verdanken sich zahlreiche wissenschaftliche Projekte. Darunter finden sich der von 2011 bis 2019 alle zwei Jahre vergebene Hans-Kilian-Preis für metakulturelle Humanisation im Wert von 80.000 €. Die erste Preisverleihung fand an der Technischen Universität Darmstadt, alle anderen an der Ruhr-Universität Bochum, organisiert und durchgeführt vom Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie in der Fakultät für Sozialwissenschaft. Nicht zuletzt das an diesem Lehrstuhl angesiedelte Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum für sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie (KKC) verdankt sich der generösen Grand Dame. Die Stifterin hat dafür gesorgt, dass dieses seit August 2014 bestehende interdisziplinäre Forschungs- und Veranstaltungscentrum nach ihrem 100. Geburtstag noch weitere 14-15 Jahre bestehen kann. Ab 1. Januar 2026 wird es seinen Sitz allerdings nicht mehr an der Ruhr-Universität Bochum, sondern an der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU) in Berlin, wo ab Wintersemester 2025/26 ein neuer Masterstudiengang Psychoanalytische Kulturwissenschaft und Kulturpsychologie starten wird, sowie an der Technischen Universität Dortmund (am Lehrstuhl für Migrations- und Bildungssoziologie, Prof. Dr. Aladin El-Mafalaani) haben. Neben den bisherigen und weiter amtierenden Co-Direktoren des KKC, Pradeep Chakkarath und Jürgen Straub, wird El-Mafaalani ab Januar 2026 zum Leitungsteam gehören, das sich auch in Zukunft exzellenter wissenschaftlicher Forschung, der Vergabe von Wissenschaftspreisen und vor allem der Nachwuchsförderung widmen wird.
Das Direktorium und das gesamte KKC-Team erinnern sich an ihrem 100. Geburtstag in tiefer Dankbarkeit und freundschaftlicher Verbundenheit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit, die sich mit Leib und Seele sowie einem herausragenden ideellen und materiellen Engagement den Wissenschaften vom Menschen verschrieben hat. Das von ihr ermöglichte KKC wird weiter in ihrem Geist und in lebendiger Erinnerung an Dr. Lotte Köhler tätig sein. Anlässlich des 100. Geburtstags werden im Wintersemester 2025/26 ausgewählte Aktivitäten des KKC der passionierten Psychoanalytikerin, Wissenschaftlerin und Stifterin gewidmet sein.
Gez. Jürgen Straub und Pradeep Chakkarath
Sudhir Kakar, einer der weltweit prominentesten Psychoanalytiker, der seine ethnographisch erweiterte psychoanalytische Perspektive auf die menschliche Psyche und ihre Entwicklung auch als "Kulturpsychologie" bezeichnete, verstarb am 22. April 2024 im Alter von 85 Jahren in Goa, Indien. Zu den zahlreichen internationalen Auszeichnungen, die den Einfluss seines vielschichtigen Werkes unterstreichen, gehört der Lotte-Köhler-Preis für psychoanalytische Entwicklungs-, Kultur- und Sozialpsychologie, der ihm 2021 für sein Lebenswerk verliehen wurde. Der Preis wird alle zwei Jahre vom Hans Kilian und Lotte Köhler Center (KKC) in Kooperation mit dem Sigmund Freud Institut (SFI) in Frankfurt verliehen. Beide Institutionen schätzen sich glücklich, mit Sudhir Kakar und seiner Arbeit verbunden zu sein. Das KKC wird seine Besuche und Vorträge wie auch die Gespräche mit ihm in guter Erinnerung behalten. Wir bedauern den Abschied eines multikulturell hochgebildeten und weitsichtigen Gelehrten sowie den Verlust eines einfühlsamen, liebenswürdigen und beeindruckend bescheidenen Freundes.